Schon seit jeher stellt Elektrizität eine wesentliche Brandgefahr dar. Technische Komponenten können ausfallen, überhitzen oder beschädigt werden und dadurch die Entstehung eines Brandes begünstigen. Laut aktuellen Untersuchungen ist Elektrizität für rund 30 Prozent der Brände verantwortlich und damit eine der bedeutendsten Brandursachen der heutigen Zeit.
Lange Zeit waren vor allem große und leistungsstarke Elektrogeräte wie Trockner oder Waschmaschinen typische Auslöser dieser Brände. Eine Überbeanspruchung einzelner Komponenten konnte dazu führen, dass diese versagten und ein Feuer entstand. Zu den klassischen Szenarien zählen beispielsweise Schmorbrände in Kabeln, Kurzschlüsse oder die Überhitzung elektronischer Bauteile.
Heute braucht es jedoch längst keine großen Anwendungen mehr, um einen Elektrizitätsbrand auszulösen. Lithium-Ionen-Akkus und Batterien finden sich inzwischen in einer Vielzahl alltäglicher Geräte - von Smartphones und Kopfhörern bis hin zu Spielzeug. Bereits mechanische Belastungen wie Quetschen, Knicken oder Stauchen können die Zellen beschädigen und ihre thermische Stabilität beeinträchtigen.
In der Folge kann es zum sogenannten Thermal Runaway kommen: Die Batterie erwärmt sich unkontrolliert, beginnt auszugasen und setzt dabei unter Umständen brennbare Gase frei. Daraus kann sich ein intensiver Brand entwickeln, der sich innerhalb kürzester Zeit auf angrenzende Bereiche ausbreitet und erhebliche Schäden verursachen kann. Mit der zunehmenden Verbreitung von Lithium-Ionen-Akkus steigt auch die Wahrscheinlichkeit solcher Ereignisse.
Besonders problematisch ist dies unter anderem in der Abfall- und Recyclingbranche, wo beschädigte Akkus häufig erst spät erkannt werden. Bis ein herkömmlicher Melder den entstehenden Rauch wahrnimmt, kann sich der Brand bereits entwickelt haben. Gefragt sind deshalb Lösungen, die potenzielle Gefahren bereits in einer sehr frühen Phase - idealerweise noch vor dem Thermal Runaway - erkennen können.
Brandschutz in Recyclingbetrieben
Während die große Anzahl kleiner Akkus die Wahrscheinlichkeit entsprechender Ereignisse erhöht, stellen große Batteriespeichersysteme vor allem bei der Brandbekämpfung eine besondere Herausforderung dar. Einmal entzündet, können solche Brände über einen langen Zeitraum andauern und erhebliche Mengen an Löschmitteln sowie Einsatzkräfte binden. Eine möglichst frühe und präzise Detektion ist daher entscheidend, um eine Ausbreitung auf weitere Speichereinheiten oder angrenzende Infrastruktur zu verhindern.
Neben den neuen Herausforderungen durch Lithium-Ionen-Technologie dürfen jedoch auch die klassischen Ursachen von Elektrizitätsbränden nicht aus dem Blick geraten. Dazu zählen unter anderem Kurzschlüsse, Überlastungen, beschädigte Isolationen, defekte Batterien, überhitzte Heizkomponenten sowie fehlerhafte Steckdosen oder Mehrfachstecker. Insbesondere in hohen Räumen ist eine zuverlässige Früherkennung wichtig, da sich Rauch und Wärme zunächst in größeren Höhen sammeln und dadurch von konventionellen Meldern möglicherweise erst verzögert erkannt werden.
Genau hier setzt das SecuriSmoke ASD 2000 an. Das Ansaugrauchmeldesystem entnimmt kontinuierlich Luftproben aus dem überwachten Bereich und analysiert diese auf kleinste Veränderungen. Mit einer Empfindlichkeit von bis zu 0,001 %/m können bereits sehr geringe Rauchkonzentrationen erkannt und lokalisiert werden.
Der neue Zentrifugalabscheider trennt dabei grobe und feine Partikel voneinander (Staub und Schmutz werden von Rauch getrennt) und trägt dazu bei, die Auswirkungen von Staub und anderen Verunreinigungen zu reduzierenz. Dadurch wird die zuverlässige Detektion unterstützt und das Risiko unerwünschter Fehlalarme unter anspruchsvollen Umgebungsbedingungen verringert. Ergänzt durch Gas- und Wärmesensorik lässt sich das System zudem an unterschiedliche Brandgefahren anpassen - und ermöglicht so eine frühzeitige Erkennung auch dort, wo klassische Melder an ihre Grenzen stoßen.
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