Brandschutz in Batteriespeichersystemen
Der Brandschutz in Batteriespeichersystemen (Battery Energy Storage Systems, BESS) stellt besondere Anforderungen. Insbesondere Lithium-Ionen-Batterien weisen ein deutlich anderes Brandverhalten auf als klassische Gebäudebrände. Ziel ist es daher, kritische Zustände bereits in ihrer Entstehungsphase zu erkennen – lange bevor es zu einem Thermal Runaway kommt.
Herausforderungen beim Brandschutz von Batteriespeichern
Bei Lithium-Ionen-Batterien entstehen Brände häufig infolge interner Defekte, Überhitzungen oder Zellschäden. Noch bevor Flammen sichtbar werden, setzen betroffene Zellen kleinste Mengen an Rauch- und Zersetzungsprodukten frei. Werden diese frühen Anzeichen nicht erkannt, kann sich ein Thermal Runaway entwickeln – eine unkontrollierte Kettenreaktion, bei der große Wärmemengen freigesetzt werden und benachbarte Zellen erfasst werden. Für den Brandschutz bedeutet dies, dass nicht die Flamme, sondern die frühesten Anzeichen einer Fehlentwicklung zuverlässig detektiert werden müssen.
Moderne Batteriespeicher bündeln große Energiemengen auf engem Raum. Bereits ein einzelner Zellfehler kann erhebliche Auswirkungen auf ganze Batteriemodule oder Container haben.
Das Zeitfenster für wirksame Gegenmaßnahmen ist daher häufig sehr klein. Eine frühzeitige Alarmierung ist entscheidend, um Schutzmaßnahmen wie die Abschaltung des Systems, Lüftungsmaßnahmen oder die Aktivierung eines Löschkonzepts rechtzeitig einzuleiten.
Hinzu kommt, dass sich Batteriespeicher häufig in Batterieschränken, Technikcontainern oder geschlossenen Modulgehäusen befinden. Rauch sammelt sich dort zunächst lokal, bevor er in den umgebenden Raum austritt. Konventionelle Punktmelder erkennen solche Ereignisse deshalb häufig erst verzögert.
Auch Fehlalarme stellen ein erhebliches Risiko dar. Unnötige Anlagenabschaltungen können die Energieversorgung beeinträchtigen und hohe wirtschaftliche Schäden verursachen. Da Batteriespeicher eine zentrale Rolle für die Netzstabilisierung, den Ausbau erneuerbarer Energien, industrielle Anwendungen und kritische Infrastrukturen spielen, müssen Brandmeldesysteme sowohl höchste Empfindlichkeit als auch eine ausgeprägte Fehlalarmsicherheit bieten.
Wie das SecuriSmoke ASD 2000 den Brandschutz in Batteriespeichersystemen unterstützt
Als Ansaugrauchmelder analysiert das SecuriSmoke ASD 2000 kontinuierlich Luftproben aus Batterieschränken, Containern oder Modulgehäusen. Dadurch werden Rauchpartikel direkt an der Entstehungsstelle erfasst, ohne dass sie zunächst bis zu einem Deckenmelder aufsteigen müssen. Gerade in geschlossenen Batteriesystemen entsteht dadurch ein entscheidender Zeitvorteil bei der Brandfrüherkennung.
Mit einer maximalen Empfindlichkeit von bis zu 0,001 %/m erkennt das System bereits geringste Rauchkonzentrationen und detektiert erste Zersetzungsprozesse innerhalb von Batteriezellen lange vor der Entstehung eines offenen Brandes. Dadurch können frühzeitig Gegenmaßnahmen eingeleitet und das Risiko eines Thermal Runaways deutlich reduziert werden. Gleichzeitig trägt die frühzeitige Detektion dazu bei, Zellschäden frühzeitig zu erkennen und die Verfügbarkeit der Anlage zu erhöhen.
Da Batteriespeicher häufig in Industrieumgebungen oder Außencontainern installiert werden, können Staub, Schmutz und wechselnde Umgebungsbedingungen die Branddetektion erschweren. Die mehrstufige Filtertechnik mit Zentrifugalabscheider, robuster Luftstromüberwachung sowie Staub- und Spritzwasserschutz filtert störende Partikel zuverlässig heraus und reduziert die Wahrscheinlichkeit von Fehlalarmen deutlich.
Das flexibel konfigurierbare Rohrleitungsnetz ermöglicht darüber hinaus die gezielte Überwachung mehrerer, auch räumlich verteilter Bereiche innerhalb eines Batteriespeichersystems. Dadurch lässt sich das SecuriSmoke ASD 2000 optimal an unterschiedliche Speicherkonzepte und Anlagenlayouts anpassen.
Zusätzlich überzeugt das System durch eine hohe Betriebssicherheit. Die kontinuierliche Überwachung des Luftstroms, moderne Diagnose- und Wartungsfunktionen, die Bluetooth-gestützte Inbetriebnahme und Wartung sowie die robuste Bauweise mit Schutzart IP54 gewährleisten einen zuverlässigen Betrieb – auch unter anspruchsvollen Umgebungsbedingungen.
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“Was vor rund fünf Jahrzehnten als mutiger Schritt begann, ist heute Branchenstandard – und mit dem SecuriSmoke ASD 2000 gestalten wir bereits die nächste Generation: intelligent, vernetzt und konsequent auf die Zukunft ausgerichtet.”
Frank Betsch
Vertriebsleiter Securiton Deutschland

