Nicht jeder Brand benötigt eine offensichtliche Zündquelle. Unter bestimmten Bedingungen können sich Materialien von selbst erwärmen und schließlich entzünden. Selbstentzündung macht zwar mit rund 2 Prozent einen vergleichsweise kleinen Anteil der untersuchten Brandursachen aus, stellt für den Brandschutz jedoch eine besondere Herausforderung dar. Denn anders als bei einem offenen Feuer, einem Funken oder einem technischen Defekt gibt es häufig keinen unmittelbar erkennbaren Auslöser.
Eine Selbstentzündung entsteht in der Regel dann, wenn die bei einer chemischen oder biologischen Reaktion entstehende Wärme nicht ausreichend an die Umgebung abgegeben werden kann. Die Temperatur des Materials steigt dadurch immer weiter an. Wird schließlich die kritische Zündtemperatur erreicht, kann es ohne zusätzliche Zündquelle zur Entzündung kommen.
Die möglichen Auslöser sind dabei vielfältig. Öl- oder lösungsmittelgetränkte Tücher und Reinigungstextilien können sich beispielsweise durch Oxidationsprozesse erwärmen. Auch Holz, Papier, Heu, Futtermittel, organische Abfälle oder andere Biomasse können unter bestimmten Bedingungen Wärme entwickeln und diese bei ausreichender Verdichtung oder schlechter Wärmeabfuhr im Inneren speichern.
Brandschutz in der Holzverarbeitung
Brandschutz in der Landwirtschaft
Eine weitere Gefahr geht von bestimmten Metallstäuben und fein verteilten Metallen aus, die aufgrund ihrer großen Oberfläche besonders reaktionsfreudig sein können. Auch chemische Reaktionen, thermische Zersetzungsprozesse oder die unsachgemäße Lagerung reaktiver Stoffe können eine unkontrollierte Erwärmung begünstigen.
Brandschutz in der Metallverarbeitung
Brandschutz in der Chemieindustrie
Besonders tückisch: Der eigentliche Prozess beginnt häufig lange bevor ein sichtbarer Brand entsteht. Im Inneren eines Materials kann die Temperatur bereits deutlich ansteigen, während von außen noch keine sichtbaren Veränderungen erkennbar sind. Wird die Wärme nicht ausreichend abgeführt, beschleunigt sich der Prozess zunehmend. Aus einer zunächst unbemerkten Erwärmung kann so innerhalb kurzer Zeit ein Schwelbrand und schließlich ein offenes Feuer entstehen.
Auch die Lagerbedingungen spielen deshalb eine entscheidende Rolle. Große Materialmengen, kompakte Lagerungen, unzureichende Belüftung oder eine erhöhte Umgebungstemperatur können dazu führen, dass entstehende Wärme schlechter abgeführt wird. Gerade bei Abfällen, Recyclingmaterialien oder organischen Stoffen ist eine frühzeitige Erkennung besonders wichtig, da sich die Wärmeentwicklung innerhalb des Materials zunächst unbemerkt ausbreiten kann.
Die klassische Branddetektion stößt bei solchen Szenarien unter Umständen an ihre Grenzen. Rauch und offene Flammen entstehen häufig erst in einer späteren Phase, wenn sich die Temperatur im Material bereits deutlich erhöht hat. Eine möglichst frühe Erkennung der entstehenden Rauchpartikel oder eine ergänzende Temperaturüberwachung kann daher entscheidend sein, um Gegenmaßnahmen einzuleiten, bevor sich der Brand weiterentwickelt.
Hier setzt das SecuriSmoke ASD 2000 an. Das Ansaugrauchmeldesystem entnimmt kontinuierlich Luftproben aus dem überwachten Bereich und führt diese einer hochempfindlichen Detektion zu. Mit einer Empfindlichkeit von bis zu 0,001 %/m können bereits sehr geringe Rauchkonzentrationen erkannt werden. Dadurch lässt sich ein entstehender Schwel- oder Brandprozess bereits in einer frühen Phase erfassen - auch dann, wenn der Brandherd selbst noch nicht sichtbar oder nur schwer zugänglich ist.
Für besonders anspruchsvolle Anwendungen lässt sich das ASD 2000 zudem mit ergänzender Gas- und Wärmesensorik kombinieren. So können unterschiedliche Indikatoren eines sich entwickelnden Ereignisses berücksichtigt und die Überwachung gezielt an die jeweilige Gefahrenlage angepasst werden.
Selbstentzündung lässt sich nicht immer vollständig verhindern. Entscheidend ist deshalb, die ersten Anzeichen einer unkontrollierten Wärme- oder Brandentwicklung möglichst früh zu erkennen. Das SecuriSmoke ASD 2000 schafft hierfür eine zusätzliche Schutzebene und hilft dabei, Gefahren zu erkennen, bevor aus einer unbemerkten Erwärmung ein größerer Brand entsteht.
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