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Hoffentlich nie mehr „Smoke on the Water“

Wie das Montreux Jazz Festival die Sicherheit seiner Besucher garantiert

Er ist einer der berühmtesten Rock-Songs der Geschichte – doch nur den wenigsten Musik-Fans dürfte bekannt sein, was Deep Purple  zu „Smoke on the water“ inspirierte: Es waren die dramatischen Ereignisse des 4. Dezember 1971. An diesem Tag brach im Schweizer Nobel-Ort Montreux ein verheerendes Feuer aus – gerade als Frank Zappa und die Mothers of Invention auf der Bühne standen. Der giftige Brandrauch waberte in und um das Casino. Das Gebäude brannte bis auf die Grundmauern nieder – Deep Purple widmeten Claude Nobs, Direktor des Montreux Jazz Festivals, eine Zeile in ihrem Lied über die Geschehnisse. Nobs hatte mit heldenhaftem Einsatz zahlreichen Menschen das Leben gerettet hatte.

 

Jahr für Jahr rund 250.000 Besucher

Sicherheit ist bei dem weltbekannten Musik-Festival seit dem Schreckensjahr 1971 damit alles andere als ein Fremdwort: Rund 250.000 Menschen kommen jedes Jahr an den Genfer See. Ein Großaufgebot an Polizei, Feuerwehr und Ordnungskräften garantiert den reibungslosen Ablauf. Eine ganz besondere Herausforderung ist die Sicherheit der VIPs – allein im vergangenen Jahr fanden etwa 4.500 geladene Gäste den Weg in den kleinen Ort nahe Genf. Darunter sind Jahr für Jahr Weltstars  – Led Zeppelin, Johnny Cash, Mike Oldfield oder Santana gehörten schon zu den Rock- und Pop-Größen, die dem eigentlich auf Jazz ausgerichteten Festival eine besondere Note gaben.

 

Entsprechend groß sind auch Jahr für Jahr die Vorkehrungen im VIP- und Backstage-Bereich. Securiton, Tochter der Schweizer Securitas AG, realisiert seit 2003 Zutrittskontrollen und Abwicklung der Bezahlvorgänge. Zum Einsatz kommt „Polyright“, ein auch mobil nutzbares Berechtigungsmanagement-System. „Polyright kann bereits installierte Technik ansteuern und neue integrieren“, erklärt Marketing-Leiter Markus Strübel. Jeder VIP bekommt eine personalisierte Chip-Karte, die berührungslos Zutritt zu bestimmten Bereichen gewährt oder verweigert. Alle Vorgänge werden registriert.

 

Zutrittsmanagement für 4.500 VIPs und 1.500 Mitarbeiter

Im vergangenen Jahr gab es neben den 4.500 VIP-Tickets auch 1.500 Ausweise für Mitarbeiter – Hostessen, Caterer, Techniker, Bedien- und Reinigungspersonal. „Jede Karte erhält per Mausklick am Computer ein individuelles Berechtigungskonzept. Besonders sensible Abschnitte oder Räume mit Instrumenten oder Technik lassen sich mit einem zusätzlichen biometrischen Merkmal schützen“, erklärt Strübel. Wer diese Bereiche betreten will, muss sich per Fingerabdruck oder Irisscan verifizieren.

 

In Montreux erledigen die Gäste so auch ihre Bezahlvorgänge an 36 Terminals in Bars und Restaurants oder bei den Bedienungen an tragbaren Endgeräten. Die Karten werden vorab mit Geld aufgeladen – ihr aktueller Kontostand lässt sich unter anderem mit dem iPhone abrufen. Ein Verlust ist kein Malheur: „Der aktuelle Geldbetrag ist in der Datenbank registriert und kann auf einen neuen Ausweis übertragen werden. Die alte Karte hat dann keine Funktion mehr und ist ein wertloses Stück Plastik.“  Ein Reporting-Modul im Back-Office gibt jederzeit einen Überblick über aktuelle Umsätze und konsumierte Mengen.

 

Die Veranstalter in Montreux reizen dabei gar nicht den kompletten Umfang der Fähigkeiten von Polyright aus. „Wir könnten unter anderem auch den Einlass für Tiefgaragen und Parkplätze regeln, die Nutzung von Telefonen oder Infoterminals mit Internetzugang abrechnen sowie Druck- und Kopierberechtigungen gewähren.“

 

Schnell einsatzbereit – auch beim „World Economic Forum“

 

In Montreux ist das System Jahr für Jahr rasch aufgebaut. „Sind Netzwerkanschlüsse vorhanden, können die Komponenten wie Zutrittsleser unmittelbar installiert und in Betrieb genommen werden“,  sagt Strübel. „Wir bringen unsere Technik vorkonfiguriert mit und sind so in kürzester Zeit  startklar.“ Wichtig für Veranstalter sei nur, die Karten im Vorfeld zu erstellen. „Das geht auch vor Ort, führt aber bei großem Besucheraufkommen zu entsprechenden Warteschlangen an den Druckerstationen.“

 

Eingesetzt wurde Polyright unter anderem auch beim „World Economic Forum“ im Schweizer Skiort Davos. Jahr für Jahr treffen sich dort Regierungs- und Unternehmenschefs mit Größen aus regierungsunabhängigen Initiativen oder Aktivisten wie U 2-Sänger Bono. „Die Sicherheitsvorkehrungen sind noch deutlich höher als in Montreux“, sagt Strübel.